Zum Fachgespräch kamen 25 Expertinnen und Experten aus diversen Interessensgruppen, wie Waldbesitzende, forstbezogene Landesministerien, Verbände, Forschungszentren und Universitäten, sowie die Länderinstitutionen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe “Forstliche Genressourcen & Forstsaatgutrecht” (BLAG-FGR) zusammen. Sie erörterten, wie sich die ex-situ Erhaltung für forstliche Genressourcen in Deutschland aufstellen und weiterentwickeln muss, um die genetische Vielfalt unserer Wälder langfristig erhalten zu können. Dabei schauten die Teilnehmenden einerseits auf die heimischen Baumarten, aber auch auf die Zukunftsbaumarten, denen im Klimawandel eine größere Bedeutung zukommen wird.
Es bestand Konsens darüber, dass der Erhalt und weitere Aufbau von Samenplantagen die wichtigste ex-situ Methode darstellt, direkt gefolgt von Genbanken bzw. Saatgutlagerung. Auch die Kryokonservierung gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Im Rahmen der Diskussion wurden über diese drei Methoden hinweg Fragen der Finanzierung, personellen Ausstattung, Forschungsbedarfe, Saatgutverfügbarkeit im nationalen und europäischen Kontext sowie notwendige Kooperationen erörtert.
Die Ergebnisse des Fachgesprächs sollen als Grundlage für politische Entscheidungen dienen, mit denen die Nationale Strategie für genetische Ressourcen im Bereich Forst konkretisiert und umgesetzt werden kann.