Die Wild-Birne (Pyrus pyraster) ist lange Teil von Eichenmischwäldern und Hartholzauen gewesen und trat verbreitet an Waldrändern auf. Jedoch ist sie mit der Zeit von anderen Baumarten verdrängt worden, weshalb sie mittlerweile als bundesweit gefährdet eingestuft wird. Dabei ist gerade die Wild-Birne in Wäldern ein wichtiges Element zur Steigerung der Biodiversität, da ihre Blüten und Früchte zahlreichen Insekten-, Kleinsäuger- und Vogelarten als Nahrungsquelle dienen.
Aktivitäten wie die des Landes NRW, die Samenplantagen für seltene Baumarten anlegen, sind daher zukunftsweisend. Denn Samenplantagen sind wichtige Instrumente zur Sicherung genetischer Vielfalt von Baum- und Straucharten und zur Gewinnung von qualtativ hochwertigem, heimischem Saatgut. Dies ist angesichts der Anpassung an den Klimawandel, die in unseren heimischen Wäldern vorgenommen werden muss, von großer Bedeutung.
Bundesweit wird die genetische Vielfalt der Wild-Birne laut des letzten Tätigkeitsberichtes der Bund-Länder-Arbeitsgruppe “Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht”(BLAG-FGR) aus 2023 in deutlich über 40 In-situ-Beständen und über 20 Ex-situ-Beständen langfristig gesichert. Die aktuellen Bestandszahlen und Entwicklungen zu dieser und vielen anderen heimischen und nicht-heimischen Baum- und Straucharten können im Nationalen Inventar eingesehen werden.
Weitere Informationen zu seltenen Baumarten in Deutschland finden Sie hier.
Die Pressemitteilung des Landesbetriebes Wald und Holz NRW finden Sie hier.
Hintergrund
Die BLAG-FGR unterstützt die praktische Umsetzung des Nationalen Fachprogramms zu forstlichen Genressourden in Deutschland und berät das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bei seinen Informations- und Koordinierungsaufgaben zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von forstlichen Genressourcen.